Bürgermeisterbündnis stärkt Tierheim Eichenhof in Vlotho mit 10.000 Euro

SPD, BBO, LINKE und UW setzen sich mit Bürgermeister Achim Wilmsmeier für einen Zuschuss ein

Es gibt immer etwas zu tun: Sebastian Kortekamp, Annette Kortekamp, (beide vom Tierheim), Thomas Heilig (Fraktionschef UW), Gerlinde Suess (Tierheim), Achim Wilmsmeier (Bürgermeister Stadt Bad Oeynhausen), Axel Nicke (BBO), Olaf Winkelmann (Fraktionschef SPD)

Mit einem Zuschuss von 10.000 fördert die Stadt Bad Oeynhausen die Arbeit des Tierheims Eichenhof in Vlotho. Das Bürgermeisterbündnis aus SPD, BBO, LINKE und UW hatte diesen Zuschuss gemeinsam mit Bürgermeister Achim Wilmsmeier in den Haushalt für das Jahr 2020 eingebracht.

„Wir sind Vertragskommune des Tierheims, deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass wir das Tierheim auch unterstützen“, begründet Achim Wilmsmeier das Engagement, für das er sich im Rahmen der Haushaltsberatungen stark gemacht hat. Gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden der SPD und der UW, Olaf Winkelmann und Thomas Heilig sowie mit Axel Nicke von der BBO hat sich Wilmsmeier ein Bild von der Arbeit im Tierheim vor Ort gemacht.

Annette Kortekamp und Gerlinde Suess vom Vorstand des Tierschutzvereins Vlotho und Umgebung gaben einen Überblick über ihre nicht immer einfache Arbeit. „Ich gebe zu, dass ich angesichts der Kosten manchmal schlaflose Nächte habe“, berichtet Annette Kortekamp als erste Vorsitzende des Vereins und auch Gerlinde Suess sagt angesichts der vielen Aufgaben: „Es ist ein Fass ohne Boden.“ Dennoch sind beide mit viel Herzblut dabei, wenn es geht, herrenlosen oder verwahrlosten Tieren ein vorübergehendes Zuhause zu geben.

Annette Kortekamps Verbindung zum Tierheim geht auf das Jahr 2003 zurück. Damals habe sie als „Gassigeherin“ angefangen und nun sei sie die erste Vorsitzende des Vereins. Und auf den Vorstand kommen immer wieder neue Aufgaben zu. „Zurzeit möchten wir das obere Katzenhaus modernisieren. Das Gebäude ist ein Altbau und mit Beginn der Arbeiten sind in der Deckenkonstruktion faule Balken zu Tage getreten und da müssen wir jetzt rann“, nennt Kortekamp nur eine der großen Herausforderungen.

Das Tierheim hat Beziehungen zu 11 Vertragskommunen. Diese Kommunen leisten einen regelmäßigen Beitrag an das Tierheim, die dafür Fundtiere aus den Kommunen aufnehmen. „Bad Oeynhausen zahlt da noch am besten“, so Kortekamp.

Von diesen Einnahmen und aus Spenden sowie Beiträgen müsse sich das Tierheim tragen. Allein beim Personal laufen 10.000 Euro Fixkosten im Monat auf und oben drauf kommen noch die Kosten für dringend notwendige Sanierungen oder neue Anlagen.

Derzeit entstehe zum Beispiel ein Freilaufgehege für 19 Hühner und eine Ente sowie ein Taubenschlag für mehr als 100 Tauben. Sie hofft, dass das Tierheim am 22. August seine Kaffeestube durchführen kann. Die sei immer sehr gut besucht und über den Flohmarkt auch eine wichtige Einnahmequelle für den Verein.

Mit Blick auf Corona gebe es dazu Gespräche. Achim Wilmsmeier ist selber immer wieder als Besucher zu solchen Gelegenheiten im Tierheim, was auch Annette Kortekamp bestätigt. „Durch den regelmäßigen Kontakt wissen Sie, wo der Schuh drückt und wir stoßen bei Ihnen immer auf offene Ohren“, erzählt die Vorsitzende.

Dabei sei gerade der Kontakt wichtig, um einen Einblick in die Arbeit des Tierheims zu bekommen, waren sich die Vertreter des Bürgermeisterbündnisses beim Besuch in Vlotho einig. „Wir sollten uns zum Beispiel dafür einsetzen, dass der Beitragsschlüssel der Vertragskommunen angepasst wird und die Leistung so besser auf alle Kommunen verteilt wird, damit wir eine dauerhafte Stütze für die Arbeit des Tierheims erreichen“, sagt der Fraktionsvorsitzende der SPD, Olaf Winkelmann.

„Uns ist bewusst, welche Arbeit sie hier leisten und wir hoffen, dass unser einmaliger Zuschuss eine wichtige Botschaft auch für andere Kommunen ist“, hofft Axel Nicke von der BBO. Das sieht auch der Fraktionsvorsitzende der UW, Thomas Heilig so. Er hatte außerdem einen Karton mit Tierbedarf dabei, den er als Spende übergeben hat.

Bürgermeister Achim Wilmsmeier und die Vertreter des Bürgermeisterbündnisses wollen ihre Kontakte zu den anderen Kommunen nutzen, um mehr Unterstützung für das Tierheim zu generieren. „Ich hatte dazu vor kurzem auch ein erstes Gespräch mit dem Vlothoer Bürgermeister Rocco Wilken“, sagte er zum Abschied. Es wird kein langer Abschied sein, denn sollte die Kaffeestube am Tierheim am 22. August stattfinden können, wird er selbstverständlich mit seiner Familie zu den Gästen gehören.